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Luftreiniger oder Luftwäscher?
Was ist besser, was ist sinnvoll ?

Luftwäscher oder Luftreiniger?

Luftwäscher und Luftreiniger erfüllen unterschiedlich Aufgaben – deswegen ist eine dezidierte Empfehlung schwierig.  In diesem Report wurden die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale – und Gemeinsamkeiten – evaluiert

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Luftwäscher + Luftreiniger - Die Luft-Reinigungs-Wirkung

Luftreiniger arbeiten mit 1 oder mehreren Filtern um Luftpartikel wie Pollen, Schimmelsporen – oder auch Viren aus der Luft zu filtern. Eine Virenentfernung ist aber nur bei Geräten mit hoher Filterklasse möglich.  Die Luftfeuchtigkeit bleibt bei diesem System aber unverändert.

Luftwäscher wiederum, sollen sowohl die Luft befeuchten, als auch Luft-Partikel filtern. 
Die Filtration erfolgt dadurch, dass die Luftpartikel von einem Ventilator angesaugt werden, und in einem “Wasserbad” ausgewaschen werden.

Das Problem: Das auswaschen und zurückhalten von Partikeln im Wasser alleine, macht diese nicht unschädlich. Viele aerobe Mikroorganismen können zwar im Wasser nicht überleben – aber ohne zusätzliche Entkeimung des Wassers wäre diese Methode zu riskant.  Will man den Focus auf die Luft-REINIGUNG legen, sollte man einen Luft-REINIGER einem Luft-WÄSCHER vorziehen

Wie funktionieren Luftreinigungsgeräte und Luftwäscher?

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Sowohl beim Luftreiniger als auch beim Luftwäscher wird mit einem Ventilator die Raumluft angesaugt und in das Geräte-Innere geleitet. Beim Luftreiniger strömt die Luft über einen Filter (meist HEPA oder EN1822).  Sehr gute Luftreiniger verfügen nicht nur über einzellige Filter, sondern über ein mehrstufiges Filtrations-System – z. B. eine Pre-Ionisierung in Kombination mit einem Aktiv-HEPA-Filter.

Beim „klassischen“ Luftwäscher wird die Luft über einen Stapel aus Kunststoffplatten geführt, die mit Wasser benetzt werden. 

Auf diesen Oberflächen werden Luftpartikel ausgewaschen und sammeln sich im Wasserbehälter.

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Raumluftreiniger – die Methoden, die Technik

Lungen

Bei den Luftreinigern gibt es Systeme, die Luft ionisieren oder Gerüche durch Ozon eliminieren.  Mit Aktivkohle-Aufsätzen können zudem Gase und Zigaretten-Rauch gefiltert werden.

Achtung bei Ozon-Systemen:  Ozon ist ein reaktives Gas, das in Überkonzentration zu Kopfschmerzen führt und die Lungenbläschen schädigen kann. Deswegen verfügen sehr gute Luftreiniger über eine Ozon-Unbedenklichkeitsprüfung!

Sogenannte Ozongeneratoren – die vielfach auch als Luftreiniger angeboten werden – sollte man nur mit größter Vorsicht betreiben.  Zur Luftdesinfektion wird Ozon erzeugt. Dieses hochreaktive Molekül spaltet organische Verbindungen – beeinträchtigt aber bei hoher Konzentration die Gesundheit!

UV-Strahlungsbasierte Luftreiniger verwenden die UV-Strahlungswelle um Bakterien und Viren zu neutralisieren.  Die Problematik besteht aber darin, dass die Partikel geraume Zeit dem UV-Licht ausgesetzt werden müssen, um eine entkeimende Wirkung entfalten zu können.  Bei vielen Geräten durchströmt die Luft aber viel zu rasch die UV-Einheit – der Großteil der Keime wird wiederum an die Raumluft verteilt!

Ionisierende Systeme laden die Luftpartikel beim Durchströmen spezieller Filter-Oberflächen auf. Die Luftpartikel werde wie von einem “Magnet” angezogen und im Filtergestrick eingelagert und eliminiert. Die Kombination aus Ionisierung und Hepa-Filtern, hat in CADR-Luftreiniger-Tests hervorragende Ergebnisse geliefert! Deswegen empfehlen Experten Luftreiniger mit Ion-Akiv-Hepa-Filtern.   

Nun zu einem anderen Thema:  Will man die Raumluft nicht nur reinigen, sondern vor allem die Raum-Feuchtigkeit erhöhen um präventiv vor trockener Luft zu schützen, sind Luftbefeuchter und Luftwäscher erforderlich.

Luftwäscher – Befeuchten und Luftpartikel entfernen

Bei Luftwäschern gibt es Systeme, die mit einem Kunststoffrad befeuchten – also die „klassischen“ Luftwäscher. Seit vielen Jahren sind aber auch Systeme verfügbar, die mit großen Filter-Oberflächen agieren, und somit auch für größere Räume geeignet sind.

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Bei den Kunststoffrädern, die in mehreren Stapeln angebracht sind, ist ein Zusatzfluid erforderlich, um die Oberflächenspannung des Wassers so verändern, dass Wasserpartikel im nennenswerten Ausmaß an die Luft abgegeben werden. Diese Zusatzstoffe können aber Konservierungsstoffe enthalten, die mit den Wasserpartikeln an die Luft gelangen und inhaliert werden….  Zudem muss bedacht werden, dass durch die permanente Belüftung der Wasseroberfläche die Gefahr besteht, dass Keime von der Oberfläche weggeblasen werden. 

Eine weitere Form der Luftwäscher stellt die Gruppe der Direktverdunster dar.  Bei diesen Systemen erfolgt das „Auswaschen“ der Luft über spezielle Filtergestricke.

Man unterscheidet System mit einem Blockfilter – und Rotorbefeuchter.  Bei der Blockfilter-Variante wird die trockene Luft mit einem Ventilator über den benetzten Rieselblock geleitet. 

Beim Rotorbefeuchter dient als Verdunstungsmedium ein Trommellaufrad mit feinem Filtergestrick und sehr großer Filter-Oberfläche. Dieses Trommelrad dreht sich permanent in einem Wasserbad. Der Ventilator befördert die trockene Raumluft über diesen „Schwamm“. Die trockene Luft wird dabei mit Feuchtigkeit angereichert.

Luftwäscher – Auf die richtige Wasser-Entkeimung achten!

Sowohl bei der Rieselblock-Befeuchtung als auch beim Rotorbefeuchter werden im Wasserbehälter chemikalienfreie  Entkeimungsmethoden angewandt.  Vom Mineralienfilter bis zur UVC-Entkeimung – die in der Trinkwassertechnik seit Jahrzehnten bewährt ist.

Vorsicht vor Chemikalien (Chlorpräparate) und Desinfektionsmittel, die als “Wassererfrischer” dienen. Sie sind zwar einfach in der Anwendung, bergen aber die Gefahr, dass sich diese   Substanzen durch die Wasserverdunstung verflüchtigen und an die Raumluft abgegeben werden – vor allem bei Überdosierung kann das für die Atmungsorgane problematisch sein.  Wen man zu gering dosiert,  wird das Wasser nicht ausreichend entkeimt….
Da manche Bakterienstämme Resistenzen gebildet haben, bleibt diese Wasserchemie möglicherweise sogar wirkungslos…..

Metallstifte mit Silberbeschichtung (Argentumstifte) sind zwar einfach in der Anwendung,  müssen aber in relativ kurzen Zeitabständen erneuert werden, weil sie sich erschöpfen.

Am kostengünstigen zur Wasserentkeimung wäre Salz – aber dem steht entgegen, dass dadurch eine massive Lebenszeit-Verkürzung der Befeuchter einher geht, und somit in keinster Weise eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme wäre.

UV-Wasserstrahlungslampen zur Entkeimung einzusetzen hat den Vorteil, dass die Bakterien dagegen keine Resistenzen bilden können.  Fehler in der Dosierung gib es nicht – und auch keine emittierende Chemie.

Conclusio – Luftreiniger versus Luftwäscher:

Luftreiniger reduzieren Allergene und Feinstaub – und unterstützen somit die Gesundheit von Allergikern und Asthmatikern.

Luftwäscher verhindern trockene Luft und wirken somit ausgetrockneten Schleimhäuten entgegen. Sie reduzieren Augenreizungen und trockene Haut. Je nach System werden auch Luftpartikel eliminiert – aber eine antivirale Wirkung lässt sich mit Standard-Luftwäschern nicht erzielen. 

Will man einen umfassenden Schutz erreichen, sollte man sowohl Systeme zur Verhinderung trockener Luft positionieren, als auch Luftreiniger mit HEPA14-Filteranlagen.  Trockene Luft fördert Viren – Mit ausreichenden Schutzmaßnahmen zur Optimierung der Raumfeuchte setzt man die Basis für ein gesundes Raumklima!  Mit Luftreinigern „toppt“ man diese Basismaßnahme und sorgt für eine aktive Reduktion von Luftbelasteten Partikeln.

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