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Wie sinnvoll ist eine Luft-Desinfektion?

Viel Geld für nichts - oder ist die Luft-Desinfektion eine wirksame Waffe im Kampf gegen Covid-19 / Corona und Grippeviren?

Die Tatsache, dass das neuartige Sars-CoV-2 Virus über ultrafeine Tröpfchen, sogenannte Aerosole, übertragen wird, gilt als gesichert.  Aktuell ist die Luft-Desinfektion im Gespräch, um das Risiko von Infektionen möglichst gering zu halten. Unternehmen und Dienstleister spezialisieren sich auf eine neue Art der Luftreinigung, die von Experten jedoch in einem kritischen Licht gesehen wird.

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Mit Luftdesinfektion gegen Covid-19?

Wirkstoffe zur Luft-Desinfektion spaltet die Hülle der umhüllten Corona-Viren und machen diese unschädlich.  Geht es nach den Herstellern und Vertreibern, sollen die  mehr oder weniger umweltfreundlichen Mittel einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Mediziner und Gesundheitsexperten sind jedoch besorgt.

Luft-Desinfektion durch Chemie-Aerosol-Verneblung?

Luftdesinfektion im Restaurant

Das Robert-Koch-Institut hält eine Luftdesinfektion für „wenig effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen für bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können.“ Auch das BfR äußert sich unmissverständlich und rät vom Gebrauch von Desinfektionsmitteln zur Luftdesinfektion in Privathaushalten ab.

Mag eine Raum-Luft-Desinfektion über vaporisiertes Desinfektionsmittel doch zumindest kritisch gesehen werden, verbleibt die Frage, ob die Sprühdesinfektion nicht ein geeignetes, ganzheitliches Verfahren für die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen ist ?

Das Deutschen Beratungszentrums für Hygiene lehnt auch diesen Ansatz entschieden ab: Nicht nur die Tatsache, dass mit Desinfektionsmittel angereicherte Aerosole längere Zeit in der Luft verblieben –  der feine Nebel benetzt die zu desinfizierenden Oberflächen nur unvollständig und ungleichmäßig.  Zum Einsatz kommen im wesentlichen Formaldehyde und Wasserstoffperoxide, denen – sind sie dem menschlichen Organismus exponiert – eine gesundheitsschädliche bzw. krebsfördernde Wirkung zugeschrieben werden. Ein Desinfektionsmittel, das beständig in die Raumluft abgegeben und bedenkenlos eingeatmet werden kann, ist bislang nicht erfunden

Tücken der Raumluft-Desinfektion

Eine effektive Luft-Desinfektion ist schwieriger umsetzbar als dies auf den ersten Blick den Anschein macht. Die Anwendungsdauer der Maßnahmen der Raumluftdesinfektion ist in der Regel länger als die bei der Dekontamination von Oberflächen. Abgesehen von den erhöhten Risiken, die von einer Sprühdesinfektion beim Einatmen der Aerosole für den menschlichen Organismus ausgehen, stellen Polster und Mobiliar eine weitere Schwierigkeit dar: Viele Oberflächen absorbieren die Desinfektionsmittel, was ein vollständiges Durchdringen der Raumluft mit den keimtötenden Antiseptika unmöglich macht. Auch etwaige Luftströme erschweren die nachhaltige und effektive Echtzeitdesinfektion der Raumluft.

Schonende Luftreinigung und gesunde Luftfeuchte als Alternative zu aggressiven Desinfektionsmitteln

Luftreiniger und Luftbefeuchtungssysteme erfahren eine derzeit hohe Nachfrage. Die moderne Raumklima-Technik hat technische Innovationen auf den Markt gebracht, die in Zeiten von Corona- und Influenza-Viren eine gleichwertige und nachhaltig wirksame Alternative zur aggressiven Luftdesinfektion darstellen: Die Reinigung der Luft durch hochwirksame ION-HEPA-Filter-Apparate und Direktverdunster.   Äußerst effektiv – und ohne gesundheitliches Risiko.

Die kontinuierliche Luftreinigung wird durch eine professionelle, automatisierte Regulation der Luftfeuchtigkeit unterstützt:  Wird ein konstantes, virenfeindliches Milieu in einer relativen Luftfeuchte von 40 bis 60 Prozent sichergestellt, können Infektionsrisiken deutlich  minimiert werden.