Stromkosten für Bautrockner
Bautrockner sind ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Trocknung von Gebäuden, bringen jedoch einen vergleichsweise hohen Energiebedarf mit sich. Wer ein solches Gerät einsetzt, sollte sich daher frühzeitig mit dem Stromverbrauch und den daraus resultierenden Kosten auseinandersetzen. Wir zeigen, wie viel Energie Bautrockner benötigen, wovon der Verbrauch abhängt und wie sich unnötige Ausgaben vermeiden lassen.
Wie viel Strom verbraucht ein Bautrockner?
Im Vergleich zu herkömmlichen Haushaltsgeräten zählen Bautrockner zu den stromintensiven Verbrauchern. Der Grund dafür ist der meist durchgehende Betrieb über viele Stunden oder sogar Tage hinweg. Abhängig von Bauart und Leistungsstufe liegt die elektrische Leistungsaufnahme typischer Geräte in einem Bereich von rund 0,3 bis 1,8 Kilowatt.
Da Bautrockner häufig im Dauerbetrieb laufen, summiert sich der Energiebedarf schnell auf mehrere Kilowattstunden pro Tag. Zusätzlich fällt – wenn auch in geringem Umfang – ein Standby-Verbrauch an. Für eine realistische Kostenschätzung sind daher vor allem drei Faktoren entscheidend: Geräteleistung, tatsächliche Laufzeit und der individuelle Stromtarif.
Rechenbeispiel: Stromkosten eines Bautrockners
Um die Größenordnung besser einordnen zu können, hilft eine konkrete Beispielrechnung.
Ein Bautrockner mit einer Leistungsaufnahme von 0,5 Kilowatt benötigt bei durchgehendem 24-Stunden-Betrieb etwa 12 Kilowattstunden Strom pro Tag. Liegt der Strompreis bei 27 Cent je Kilowattstunde, ergeben sich tägliche Kosten von rund 3,20 Euro.
Wird das Gerät über einen Zeitraum von vier Wochen betrieben, entstehen somit Stromkosten von ungefähr 100 Euro. Je nach Gerätegröße und Geräte-Ausstattung kann dieser Betrag jedoch auch deutlich höher ausfallen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass das Trocknungsgerät über einen automatischen Übetrocknungs-Schutz verfügt – damit bleibt der Stromverbrauch im überschaubaren Rahmen.
Wovon hängt der tatsächliche Stromverbrauch ab?
Der Energiebedarf eines Bautrockners wird von mehreren Einflussgrößen bestimmt. Eine wichtige Rolle spielt das eingesetzte Gerät selbst: Hochwertige Modelle arbeiten in der Regel effizienter als Billiggeräte („Plastikgeräte“) wie sie als „Haushaltsentfeuchter“ im Umlauf sind – und über Portale als „Bautrockner“ angeboten werden.
Darüber hinaus wirken sich die Einsatzbedingungen maßgeblich aus. Raumvolumen, Temperatur, vorhandene Luftfeuchtigkeit sowie der Anlass der Trocknung – etwa ein Wasserschaden oder Neubaufeuchte – beeinflussen sowohl die notwendige Laufzeit als auch den Gesamtverbrauch.
Ein leistungsstärkerer Bautrockner nimmt zwar kurzfristig mehr Strom auf – führt aber rascher zum gewünschten Ergebnis. Entscheidend ist daher eine bedarfsgerechte Auswahl des Geräts.
Tipps zur Auswahl eines Bautrockners und Reduktion der Stromkosten
Die Geräteleistung von Bautrocknern wird in Watt angegeben. Dabei ist zu beachten, dass die Nennleistung nicht mit dem tatsächlichen Stromverbrauch gleichzusetzen ist.
Der reale Energiebedarf eines Geräts wird maßgeblich von der Umgebungstemperatur beeinflusst. Bei niedrigeren Temperaturen sinkt zwar der Stromverbrauch, gleichzeitig reduziert sich jedoch auch die Leistungsfähigkeit der Luftentfeuchtung. Umgekehrt steigt bei höheren Umgebungstemperaturen sowohl der Energieverbrauch als auch die Entfeuchtungsleistung.
Aussagekräftige Verbrauchswerte lassen sich daher erst im Dauerbetrieb ermitteln. Aus diesem Grund sollten Gerätevergleiche nicht auf Basis des maximalen Stromverbrauchs erfolgen. Entscheidend sind vielmehr Verbrauchs- und Leistungsangaben bei unterschiedlichen Temperaturbereichen.
Besonders relevant ist dabei die Leistungsangabe bei 20 °C, da diese Temperatur praxisnahen Bedingungen in Kellerräumen in Zentral- und Westeuropa entspricht. Angaben bei 30 °C sind für diesen Einsatzbereich hingegen wenig aussagekräftig, da derart hohe Kellertemperaturen in der Praxis kaum vorkommen.
Hinsichtlich der Lautstärke gilt: Im Kellerbetrieb spielt der Geräuschpegel im Vergleich zum Wohnraum eine untergeordnete Rolle. Wesentlich wichtiger für eine effiziente Entfeuchtung sind Ventilatorleistung und laufende Energiekosten.
Ergänzend ist auf die Größe des Wassertanks zu achten. Dieser sollte mindestens 8 Liter, idealerweise 10 bis 15 Liter fassen. Ist ein Bodenablauf vorhanden, empfiehlt sich ein Gerät mit Schlauchanschluss, um das anfallende Kondenswasser direkt ableiten zu können.
Auswahl Bautrockner für die Miete zur Neubautrocknung Wassereintritt
Welche Ventilator-Leistung sollte ein Miete-Bautrockner aufweisen?
Der Bautrockner sollte eine Ventilatorleistung von mindestens 300 bis 500 m3 aufweisen. Achten Sie aber darauf, ob die Geräte-Angabe freiblasend (Ventilator ohne Gehäuse/Widerstand) oder – „Am Frontgitter“ gemessen – angegeben ist.
Je geringer die Luftleistung eines Geräts, desto geringer ist die Luftverteilung im Raum.
Eine eingeschränkte Luftverteilung wiederum reduziert unmittelbar die tatsächlich trockenbare Fläche.
Ein Luftentfeuchter mit lediglich 150 m³/h Zirkulationsleistung, selbst wenn er mit einem Antriebsaggregat von 500 Watt Leistungsaufnahme ausgestattet ist, bleibt in der Praxis ineffizient: Aufgrund der unzureichenden Ventilation ist bereits wenige Meter vom Gerät entfernt kaum noch trockene Luft wahrnehmbar. Eine wirksame Feuchtereduktion über größere Flächen ist damit nicht möglich – trotz hohem Energieverbrauch.
Professionelle Kellerentfeuchter verfügen daher über eine Ventilatorleistung von rund 500 m³/h (freiblasend), was einer realistischen Praxisleistung von etwa 300 m³/h entspricht. Nur so kann trockene Luft gleichmäßig im Raum verteilt und Feuchtigkeit effektiv abgeführt werden.
Zusätzlich sind ein ausreichend dimensionierter Wassertank sowie ein automatischer Abtauzyklus wesentliche Ausstattungsmerkmale für den zuverlässigen Dauerbetrieb.
Neben der Ventilatorleistung stellt der tatsächliche Stromverbrauch das zweite entscheidende Auswahlkriterium dar – häufig sogar wichtiger als der Anschaffungspreis. Bei vielen, insbesondere in Fernost produzierten Geräten (teils unter sehr deutsch klingenden Markennamen), besteht ein deutliches Missverhältnis zwischen der realen Entfeuchtungsleistung und dem tatsächlichen Energieverbrauch.
Entscheidend ist daher nicht, wie viel ein Gerät kostet, sondern wie effizient es Feuchtigkeit pro eingesetzter Kilowattstunde reduziert.
Die Stromkosten dieser Kellerentfeuchter können in wenigen Jahren sogar den Kaufpreis eines Hochpreis-Entfeuchters übersteigen. Ein in der Anschaffung teurer – aber mit iECO-Regelung ausgestatteter Luftentfeuchter – kann in 5 Jahren mehrere hundert Euro einsparen! Ein derart konzipierter Keller-Entfeuchter „erspielt“ also seine Anschaffungskosten von selbst!
Welche Bautrockner-Modelle verbrauchen wenig Strom?
„Wir fokusieren auf Geräte mit langlebiger Technik ohne obsoleszente LED-Display-Technik und ohne wartungsintensiver Granulat-Entfeuchter-Nachfüllungen.
Im Online-Shop finden Sie Bautrockner mit iECO-Hygrostate, die wenig Strom verbrauchen und zu den Energiespar-Trockner-Entfeuchtern zählen.
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